{"id":9466,"date":"2020-12-13T16:19:08","date_gmt":"2020-12-13T15:19:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lemonade.com\/de\/blog\/?p=9466"},"modified":"2023-02-28T10:36:25","modified_gmt":"2023-02-28T09:36:25","slug":"gruende-handysucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lemonade.com\/de\/blog\/gruende-handysucht\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcnde, warum du ununterbrochen dein Handy checkst"},"content":{"rendered":"\n<p>Freitagabend \u2013 das langersehnte Wochenende ist endlich da. Dein:e Partner:in und du sitzen ganz entspannt auf dem Sofa der gemeinsamen Altbauwohnung. Ein Glas Wein in der einen Hand, die Chipst\u00fcte in der anderen. Im Hintergrund l\u00e4uft Amy Winehouse. So sch\u00f6n k\u00f6nnte die Wohnzimmeridylle aussehen, doch anstatt euch anzuschauen und \u00fcber eure Woche zu quatschen, schaut ihr beide auf eure Smartphones. Nur kurz noch die letzte Instagramstory anschauen, schnell WhatsApp checken. Ihr f\u00fchrt nicht nur ein Gespr\u00e4ch, sondern eigentlich sechs parallele Konversationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Handys sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie sind ungelogen zu etwas geworden, das sich wie die Verl\u00e4ngerung unserer Hand anf\u00fchlt. In einer aktuellen Studie von <em>Psychology Today<\/em> gaben 94 Prozent der Teilnehmer:innen an, sich beunruhigt zu f\u00fchlen, wenn sie ihr Handy nicht dabei hatten, 80 Prozent waren neidisch, wenn jemand anderes ihr Smartphone in der Hand hielt, und 70 Prozent f\u00fchlten sich depressiv, panisch und hilflos, wenn ihr <a href=\"https:\/\/www.lemonade.com\/de\/hausrat\/einfach-erklaert\/handyversicherung\/\">Handy<\/a> verloren ging oder es gestohlen wurde. Das Ganze hat mittlerweile sogar einen Fachbegriff und nennt sich <em>Nomophobie<\/em> (No-Mobile-Phone-Phobia) \u2013 es beschreibt die Angst, dass dem Handy etwas passieren k\u00f6nnte, sodass man unerreichbar ist und geht mit der Handysucht einher.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend dich die beschriebenen Studienergebnisse wohl kaum \u00fcberraschen, h\u00e4tten sie jemanden vor acht Jahren wohl ganz sch\u00f6n geschockt. Seit dem Jahr 2012, in dem es in Deutschland um die 30 Mio. Smartphone-Nutzer gab, hat sich diese Zahl laut <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/198959\/umfrage\/anzahl-der-smartphonenutzer-in-deutschland-seit-2010\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Statista<\/a> bis 2019 mehr als verdoppelt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Lass\u2019 es uns etwas anders ausdr\u00fccken: In nur acht Jahren hat sich ein einziges technisches Ger\u00e4t von einem kaum genutzten Gegenstand in etwas verwandelt, das unsere Gewohnheiten, Sozialverhalten und eigentlich unser gesamtes Leben einschneidend beeinflusst.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wie sind wir nun von Punkt A nach Punkt B gelangt?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Spoiler-Alarm: Vieles davon hat seine Wurzeln in der Evolutionstheorie und Psychologie.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eins nach dem anderen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Der pl\u00f6tzliche Anstieg der Smartphone-Nutzung geschah nicht einfach so \u00fcber Nacht, sondern schrittweise. Alles beginnt mit einem kleinen Molek\u00fcl namens Dopamin, das in unseren Gehirnen zu finden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier ist, was passiert ist: Als du dein erstes Smartphone bekamst, hast du wahrscheinlich ein paar Dinge getan, die dir ein gutes Gef\u00fchl gaben \u2013 wie die alte Connection mit einer Kindheitsfreundin wieder aufnehmen, eine nette Textnachricht von einem Bekannten lesen, oder einfach eine Benachrichtigung aufploppen sehen. All diese Aktivit\u00e4ten haben in deinem Gehirn zur Freisetzung von Dopamin gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist nochmal Dopamin? Dopamin ist ein Neurotransmitter, der daf\u00fcr sorgt, dass du dich gut f\u00fchlst. Unsere Gehirne sind so aufgebaut, dass Dopamin freigesetzt wird, wenn wir Dinge tun, die zu unserem \u00dcberleben beitragen \u2013 so, wie essen oder Sex haben. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Handyaktivit\u00e4t dazu f\u00fchrt, dass Dopamin im Gehirn ausgesch\u00fcttet wird, wodurch wir uns motiviert und gl\u00fccklich f\u00fchlen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In den ersten Monaten, in denen du dein Smartphone benutzt hast, hast du bestimmt auch ein paar banale Sachen damit getan, die kein warmes oder aufregendes Gef\u00fchl in dir hervorriefen, wie beispielsweise stumpfsinnig durch Oddly Satisfying Videos auf Instagram zu scrollen, oder Fremde auf Facebook zu stalken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Jedes Mal jedoch, wenn du doch \u2018was gemacht hast, das mit der Aussch\u00fcttung von Dopamin einherging, hat dein Gehirn damit begonnen, ein Muster zu erkennen. Fr\u00fch genug hat es damit angefangen, \u2018Handy\u2019 mit \u2018Dopamin\u2019 zu assoziieren. Und da sich dein Gehirn von Natur aus nach einer rasch verf\u00fcgbaren Dosis an Dopamin sehnt, begann es damit, dein Handy zu craven.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1117\" height=\"696\" src=\"https:\/\/www.lemonade.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Handysucht-Gru\u0308nde.png\" alt=\"Gr\u00fcnde Handysucht\" class=\"wp-image-9467\" srcset=\"https:\/\/www.lemonade.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Handysucht-Gru\u0308nde.png 1117w, https:\/\/www.lemonade.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Handysucht-Gru\u0308nde-300x187.png 300w, https:\/\/www.lemonade.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Handysucht-Gru\u0308nde-1024x638.png 1024w, https:\/\/www.lemonade.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Handysucht-Gru\u0308nde-768x479.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1117px) 100vw, 1117px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Und pl\u00f6tzlich bildet sich eine Gewohnheit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Wenn du eine bestimmte Verhaltensweise, welche eine spezielle Belohnung triggert, immer wieder durchf\u00fchrst, brennt sich dieses Muster in deine Gehirnzellen ein. Und schon bald darauf f\u00e4ngt dein Gehirn damit an, sich regelm\u00e4\u00dfig nach der Belohnung zu sehnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und die Sache ist die mit Dopamin: Es wird unheimlich schnell im Gehirn abgebaut, sodass du dauernd nach mehr verlangst. Also wird dein Gehirn, sobald der Effekt des Dopamins nachl\u00e4sst, alles daf\u00fcr tun, um das Gef\u00fchl zur\u00fcckzuholen \u2013 und zwar so schnell wie m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ist ein einfacher und greifbarer Weg, um die Dopaminflut auszul\u00f6sen? Auf dein Handy schauen. Also ist das genau das, was dein Gehirn deinem K\u00f6rper r\u00e4t.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ding ist, nicht jede Textnachricht, Facebook-Post oder Instagram-Foto versorgt dich mit dem Produkt, nachdem sich dein Gehirn verzehrt. Jedoch sind wir darauf eingestellt, hart f\u00fcr die Dopamin-Belohnungen zu arbeiten, und durchk\u00e4mmen daraufhin weiterhin die mittelm\u00e4\u00dfige Datenflut.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal tragen wir sogar selbst zu unserem Belohnungssystem bei.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hast du dich jemals dabei erwischt, wie du was in den Social Channels gepostet hast, nur um dich aufzuheitern? Oder ein paar Textnachrichten an Freund:innen geschickt hast, nur um dich mit anderen sozial verbunden zu f\u00fchlen? Keine Sorge \u2013 du bist damit nicht allein. Es passiert den Besten von uns \u2013 und liegt an unseren Nervenbahnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was steckt in einem Handy?<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Aber warum passiert das mit Handys, und keinem anderen Ger\u00e4t? Was genau haben Smartphones an sich, das uns solch einen Dopaminschub gibt?<\/p>\n\n\n\n<p>Nehmen wir beispielsweise Tablets. Sie sind schlank, digital, recht transportabel \u2013 eigentlich genauso wie Handys. Der Unterschied zwischen einem Smartphone und einen Tablet liegt darin, dass wir dazu tendieren, das Tablet mehr f\u00fcr pers\u00f6nliche, passive Aktivit\u00e4ten, wie beispielsweise Videoscreening oder das Lesen von (Online-)B\u00fcchern zu verwenden. Diese Aktivit\u00e4ten f\u00fchren laut<em> Psychology Today<\/em> zu einer v\u00f6llig anderen neurologischen Reaktion als die, Smartphones hervorrufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Handys erf\u00fcllen die folgende Funktion: Sie dienen als Portal, um eine Verbindung mit der gesellschaftlichen Welt herzustellen. Wir verbringen die meiste Zeit mit unserem Handy damit, Textnachrichten zu schreiben, durch Social Media zu scrollen und mit Freund:innen zu chatten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"997\" height=\"537\" src=\"https:\/\/www.lemonade.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Tablet-vs-Handynutzung.png\" alt=\"Tablet vs. Handynutzung \" class=\"wp-image-9468\" srcset=\"https:\/\/www.lemonade.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Tablet-vs-Handynutzung.png 997w, https:\/\/www.lemonade.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Tablet-vs-Handynutzung-300x162.png 300w, https:\/\/www.lemonade.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Tablet-vs-Handynutzung-768x414.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 997px) 100vw, 997px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Und was hat das jetzt mit Dopamin zu tun? Es hat sich herausgestellt, dass alle Benachrichtigungen, die wir aufs Handy bekommen \u2013 angefangen von Social Media, Nachrichten, App-Benachrichtigungen und anderen \u2013 in unserem Gehirn die Dopaminaussch\u00fcttung aktivieren. Tats\u00e4chlich haben die am meisten s\u00fcchtig machenden Smartphone-Funktionen Folgendes gemeinsam: Laut einem in <em>Frontiers in Psychology<\/em> ver\u00f6ffentlichten Bericht von Dr. Veissi\u00e8re and Professor Stendel machen sie sich den Wunsch nach sozialer Connection zu eigen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Menschen sind \u2018Social Animals\u2019<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>So wie die Freisetzung von Dopamin, ist auch unser Bed\u00fcrfnis nach sozialer Verbundenheit fest in unser Gehirn eingebrannt. Menschen haben das Verlangen, tiefe Beziehungen einzugehen und diese aufrechtzuerhalten. Diese Beziehungen sind so fundamental f\u00fcr unser seelisches Wohlbefinden, wie Hunger und Durst f\u00fcr unsere k\u00f6rperliche Zufriedenheit sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Warum? Auch hier findet sich der Ursprung in der Evolution. Als die Menschen sich weiterentwickelten, hing ihr \u00dcberleben trotz rauer Umweltbedingungen voneinander ab. Diejenigen mit einer st\u00e4rkeren Bindung zu anderen, hatten eine h\u00f6here \u00dcberlebenschance, weil sie auf die Unterst\u00fctzung von mehreren Personen z\u00e4hlen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders das Verlangen danach, andere zu \u00fcberwachen, ist tief in unserer evolution\u00e4ren Vergangenheit verwurzelt. W\u00e4hrend ihrer Entwicklung brauchten die Menschen st\u00e4ndigen Input von anderen, um kulturell angemessene Verhaltensweisen zu bestimmen. Auf diese Weise gewannen sie ein Gef\u00fchl von Sinnhaftigkeit, Identit\u00e4t und setzten langfristige Ziele. Es ist demnach nicht \u00fcberraschend, dass Social Media \u2013 und insbesondere das dortige Posten von Fotos \u2013 so beliebt geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles in allem erscheint es so, als w\u00fcrden Smartphones uns eine Plattform bieten, um das angeborene Bed\u00fcrfnis, soziale Beziehungen mit anderen einzugehen, zu erf\u00fcllen, welches laut Dr. Veissi\u00e8re eine \u201efundamentale Eigenschaft der menschlichen Evolution darstellt, die um hunderttausende Jahre \u00e4lter ist als das Smartphone.\u201d<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Warum k\u00f6nnen wir nicht damit aufh\u00f6ren, unsere Handys zu checken? Sie erf\u00fcllen eines unserer Grundbed\u00fcrfnisse, und zwar auf schnelle und einfache Weise: soziale Kontakte.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Und um die Wahrheit zu sagen, wird dieser Effekt von Tech-Unternehmen nur noch verschlimmert. Einige dieser Unternehmen stellen Psycholog:innen, sowie Neuro- und Sozialwissenschaftler:innen ein, um ihnen dabei zu helfen, suchterzeugende Produkte zu entwickeln, die die Freisetzung von Dopamin am Laufen halten. Es gibt sogar ein Start-up namens <em>Dopamine Labs<\/em>, das Neurowissenschaften dazu verwendet, die Produkte von Tech-Unternehmen besonders \u2018unwiderstehlich\u2019 zu machen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der Silberstreif am Horizont<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Okay, das kann sich alles ein bisschen be\u00e4ngstigend anh\u00f6ren, aber tats\u00e4chlich hat es auch eine beruhigende Seite.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Die Psychologie hinter unseren Beweggr\u00fcnden kann einen ersten Schritt dazu darstellen, sch\u00e4dliche Gewohnheiten abzulegen.<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Doch warte, ist die Handynutzung in der Tat ausschlie\u00dflich sch\u00e4dlich?<\/p>\n\n\n\n<p>Da unsere Handynutzung in unsere evolution\u00e4ren Bed\u00fcrfnisse verwurzelt ist, m\u00fcssen wir ja theoretisch schon irgendwie davon profitieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Keith Hampton von der Michigan State University macht uns darauf aufmerksam, dass Smartphones es uns erm\u00f6glichen, mit Freund:innen in Kontakt zu bleiben, sogar noch nach dem Wechsel von der Schule an die Uni, oder nach einem Umzug in eine andere Stadt (oder gar ein anderes Land!). Aus diesem Grund bewegen wir uns in gr\u00f6\u00dferen Netzwerken mit mehr Personen, denen wir uns anvertrauen, mit denen wir auf Reisen gehen, oder von denen wir lernen k\u00f6nnen: \u201eDu gewinnst ein vielf\u00e4ltiges soziales Netzwerk,\u201d bringt er zu Recht an.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aber es macht auch Sinn zu erw\u00e4hnen, dass unsere Handys einigen unserer wichtigsten Beziehungen in die Quere kommen k\u00f6nnen. Laut einer Studie von James Robers und Meredith David verringert \u201ePhubbing\u201d \u2013 wenn du jemanden, mit dem du gerade Zeit verbringst, ignorierst um dich stattdessen mit deinem Handy zu besch\u00e4ftigen \u2013 Zufriedenheit in einer Partnerschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur das, eine andere Studienreihe hat gezeigt, dass, wenn man w\u00e4hrend einer tiefergehenden Unterhaltung ein Handy dabei hat (sagen wir es liegt w\u00e4hrend des Abendessens frei sichtbar auf dem Tisch), st\u00f6rt dies das Gef\u00fchl von Verbundenheit zum Gegen\u00fcber. Und normalerweise sind es genau diese pers\u00f6nlichen, <a href=\"https:\/\/www.lemonade.com\/de\/blog\/bedeutungsvolle-gespraeche-fuehren\/\">bedeutungsvollen Gespr\u00e4che<\/a>, die uns wirklich n\u00e4her bringen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In einer dieser Studien fand Professor Misra, dass \u201ewenn eine:r der beiden Proband:innen das Handy auf den Tisch legte, oder in der Hand hielt, die gemeinsame Unterhaltung als weniger erf\u00fcllend bewertet wurde.\u201d Sie stellte au\u00dferdem fest, dass Teilnehmer:innen, die ihr Handy mitten im Gespr\u00e4ch rausnahmen, weniger Empathie f\u00fcr die andere Person empfanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich verzeichnete eine Metastudie vom King\u2019s College London, dass 23 Prozent der jugendlichen Probanden problematisches Smartphone Nutzungsverhalten zeigten (PSU=problematic smartphone usage), was mit einer erh\u00f6hten Wahrscheinlichkeit von Depressionen, Stress und schlechter Schlafqualit\u00e4t verbunden war.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Also, sitzen wir in der Patsche?&nbsp;<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Nein, das tun wir nicht. Auch wenn sich dieser Artikel m\u00f6glicherweise wie eine Gewitterwolke \u00fcber deinem Kopf anf\u00fchlt, gibt es doch relativ viele Silberstreifen am Horizont. Lass uns als Erstes klarstellen, dass die Smartphone-Nutzung nicht dieselbe neurologische Reaktion hervorruft wie chronische Abh\u00e4ngigkeit. Typischerweise gibt es keine Entzugserscheinungen, die mit der Handynutzung einhergehen \u2013 es ist eher eine <a href=\"https:\/\/www.lemonade.com\/de\/blog\/tipps-gewohnheiten-aendern\/\">Gewohnheit<\/a>, die durch Digital Detox behoben werden kann.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dies bedeutet, dass wir noch immer mit unseren Freund:innen \u00fcber das Handy in Verbindung bleiben und gleichzeitig eine gesunde Beziehung zum Smartphone haben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie genau? Ein erster Schritt w\u00e4re es, eine App herunterzuladen, die deine Handynutzung trackt, wie beispielsweise <em>StayFree<\/em> (Android) oder <em>Moment: Cut Screen Time<\/em> (iOS), und anzufangen, darauf zu achten, wie oft du jeden Tag auf dein Handy schaust. Es k\u00f6nnte dich \u00fcberraschen. Au\u00dferdem bietet es sich eventuell auch an, mit diesem <a href=\"https:\/\/www.computerbild.de\/quiz\/Test-Sind-Sie-Handy-suechtig-7578708.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Quiz<\/a> zu testen, ob und wie handys\u00fcchtig du eigentlich bist.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Und wenn du&nbsp; dann einen Selbstversuch im Digital Detox beginnst, auch mal handyfreie Zeit einplanst und zus\u00e4tzlich die Anzahl der Blicke auf dein Smartphone auf 10 bis 20 Mal am Tag verringerst, \u00fcberraschen dich eventuell auch die Effekte, die das auf deine seelische Gesundheit hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mithilfe von Psychologie und Evolutionstheorie beleuchten wir die Mechanismen hinter dem Ph\u00e4nomen Handysucht, damit auch du den Digital Detox starten kannst.<\/p>\n","protected":false},"author":20,"featured_media":3733,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[46],"tags":[],"class_list":{"0":"post-9466","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-life-hacks","8":"post-hentry"},"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v21.5 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Gr\u00fcnde, warum du ununterbrochen dein Handy checkst<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Mithilfe von Psychologie und Evolutionstheorie beleuchten wir die Mechanismen hinter dem Ph\u00e4nomen Handysucht, damit auch du den Digital Detox starten kannst.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"noindex, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Gr\u00fcnde, warum du ununterbrochen dein Handy checkst\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Mithilfe von Psychologie und Evolutionstheorie beleuchten wir die Mechanismen hinter dem Ph\u00e4nomen Handysucht, damit auch du den Digital Detox starten kannst.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.lemonade.com\/de\/blog\/gruende-handysucht\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Lemonade Blog \u2014 Storys \u00fcber das Leben, Tech &amp; 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