Zeitwert

Stell’ dir den Zeitwert als den „Ebay-Preis” gebrauchter Dinge vor. Er ist der Preis, für den du einen Secondhand-Gegenstand von gleicher Machart und Modell heute verkaufen würdest und zwar unter Einbeziehung seiner Wertminderung mit der Zeit aufgrund von Alter, Abnutzung und Verschleiß. Mehr dazu im nächsten Absatz.

sZeitwert bestimmen

Alles, was du rund um den Zeitwert wissen solltest

Der Zeitwert ist neben dem Wiederbeschaffungswert/Neuwert der Wert, für den ein Versicherer im Schadensfall aufkommt also der Betrag, den er dir ausbezahlt. 

Der Zeitwert spielt in der Kfz-Versicherung und der privaten Haftpflicht eine Rolle. Das bedeutet, dass, wenn du beispielsweise aus Versehen das Fahrrad deines*deiner Nachbar*in beschädigst, deine Privathaftpflichtversicherung nach Bestätigung des Schadensfall für den Zeitwert des Fahrrads aufkommt. Doch wie genau wird dieser bestimmt?

Der Zeitwert setzt sich aus den folgenden zwei Faktoren zusammen: 1) dem Wert, den der beschädigte oder zerstörte Gegenstand von gleicher Machart und Modell auf dem heutigen Markt kosten würde, und 2) der sogenannten Wertminderung, dem Betrag, den ein Gegenstand im Laufe der Zeit aufgrund von Alter, Abnutzung und Verschleiß an Wert verliert. 

Stell’ dir nun folgendes Szenario vor: Du hast aus Versehen Kaffee über den 1.000 Euro teuren Laptop eines*einer Kommiliton*in verschüttet (Oh crap). Mit seinem Alter von zwei Jahren steht dieser noch relativ am Anfang seiner durchschnittlichen 8-jährigen Lebensdauer. Anstatt die Wertminderung von Fall zu Fall zu bestimmen, geht der Versicherer von einem prozentualen Wertverlust aus. Im Fall des Laptops beispielsweise von 25 Prozent innerhalb der letzten zwei Jahre, also insgesamt von einem Wertverlust von 250 Euro. Der Laptop würde, wenn du heute dasselbe Modell und Machart auf dem Markt kaufen würdest, 750 Euro kosten. Sein Zeitwert läge demnach bei 500 Euro (750 Euro heutiger Wert 250 Euro Wertminderung). 

Okay, das war jetzt etwas viel Rechnerei sollten wir dich gerade verloren haben, tauch’ weiter unten tiefer in die Erklärung der einzelnen Faktoren mit weiteren Beispielen ein.

Warte mal – wie bestimmt man nochmal den Wiederbeschaffungswert/Neuwert?

Was der Wiederbeschaffungswert/Neuwert ist, kann auf recht simple Weise veranschaulicht werden: Stell’ ihn dir als den „Amazon-Preis“ eines Gegenstands vor. Dieser Wert wird vom Versicherer bei Schadensfällen im Rahmen der Hausratversicherung und der Wohngebäudeversicherung ausbezahlt.

Hast du dir vor einiger Zeit Kopfhörer zu einem Preis von 300 Euro gekauft, und der aktuelle Verkaufspreis für dieselbe Marke und dasselbe Modell beträgt heute noch 250 Euro, ist dies dein Wiederbeschaffungswert. Gut zu wissen: Es kann jedoch vorkommen, dass der Wiederbeschaffungswert eines Gegenstands höher ist, als der Preis, für den du diesen ursprünglich gekauft hast (Say what?!).

Wie man die Wertminderung festlegt

Versicherer gehen von einer maximalen „Lebensdauer“ eines Gegenstandes aus – also von der maximalen Zeitspanne, bevor etwas aufhört zu funktionieren bzw. kaputtgeht. Um das Ganze nicht zu verkomplizieren, betrachtet der Versicherer nicht die Wertminderung jedes einzelnen Gegenstandes, sondern geht wie im obigen Beispiel von einem prozentualen Wertverlust im Laufe der Zeit aus.

Wie wird der Zeitwert von Versicherungsunternehmen bestimmt?

Gehen wir mal davon aus, dass einer deiner Freunde sich vor drei Jahren einen TV für 2.500 Euro gekauft hat. Nun stößt du diesen versehentlich während einer Einweihungsparty um und verursachst einen Totalschaden. Missgeschicke geschehen glücklicherweise hast du eine Privathaftpflichtversicherung, und musst die Kosten nicht aus eigener Tasche bezahlen. Du reichst den Schaden ein…

Wie berechnet der Versicherer den Zeitwert des TVs?

Lass’ uns anwenden, was wir oben gelernt haben: 

1. Sagen wir, derselbe TV, oder ein ähnliches Modell (falls es das Original-Gerät heute nicht mehr gibt), kostet auf dem heutigen Markt 2.000 Euro. Das ist dein Wiederbeschaffungswert.

2. Wurde der TV mit einer Lebensdauer von 12 Jahren nun nach drei Jahren beschädigt (3/12 = 0.25), heißt das, dass die Wertminderung bei 500 Euro liegt (2.000 Euro × 0.25). 

3. Und als Letztes nun die Berechnung des finalen Zeitwerts: 2.000 Euro (Wiederbeschaffungswert) 500 Euro (Wertminderung) = 1.500 Euro (Zeitwert)

Schadensregulierung und Zeitwert

Also, der Zeitwert ist der Wert, für den der Versicherer im Haftpflicht-Schadensfall aufkommt, richtig? Jein. 

Es gibt noch eine letzte Sache zu beachten: Solltest du eine Selbstbeteiligung gewählt haben, entspricht deine Schadenszahlung dem Zeitwert minus deinem Selbstbehalt. 

Hast du also eine 500 Euro Selbstbeteiligung beim Abschluss deiner Police gewählt, zahlt dir der Versicherer beim obigen Beispiel 1.000 Euro für den kaputten TV deines Freundes (1.500 Euro Zeitwert minus 500 Euro Selbstbeteiligung).

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