Seien wir ehrlich, die letzten (Corona-)Monate waren nicht leicht und wahrscheinlich hast du – so wie wir – die meiste Zeit in deinen eigenen vier Wänden verbracht. Das bedeutet, dass du deine Wohnung mittlerweile in- und auswendig kennst – und zwar aus allen Blickwinkeln und zu den verschiedensten Tages- und Nachtzeiten (hallo Mitternachtssnack!). Und dass dir derselbe Anblick deiner rein-weißen Wände ganz schön zum Hals raushängt.

Lass mal kurz die Blicke schweifen: Was genau stört dich an deiner Wohnung am meisten? Wir haben ein paar Tipps für dich, wie du deine Wohnatmosphäre im Nullkommanix verbessern kannst – und zwar ohne tausend neue Accessoires und Deko-Elemente, die sich auf dein Portemonnaie schlagen.

Nachdem du alle Räume genau unter die Lupe genommen hast, in welche der drei Kategorien fällt deine Wohnung am ehesten? 

Finde hier heraus, wie sich deine Wohnung nach einem kleinen Makeover wieder richtig neu anfühlt.

Wohnideen, um mehr Ordnung zu schaffen

Erster – extrem unerwarteter – Schritt: Aufräumen. 

Erst wenn alles sogut wie es geht verstaut ist, und du anschließend noch immer der Meinung bist, dass es unordentlich ist, dann gilt:

1. Ausmisten.

Mach’ dasselbe, das du wahrscheinlich im Coronajahr auch schon mit deinem Kleiderschrank gemacht hast: Miste einmal ordentlich aus. 

Geh’ alle Schubladen und Fächer durch, um zu schauen, wovon du dich trennen kannst. Wie sieht’s aus mit dem noch immer unberührten indischen Kräutertee, den dir deine Mitbewohnerin vor drei Jahren vom Backpacking-Trip mitgebracht hat (#aftercoronadreams) oder der hellblauen Glasvase mit riesigem Sprung?

Eigene Wohnung verschönern

2. Stauraum schaffen. 

Auch wenn du den Spruch eigentlich nur von deiner Mutter kennst, hat sie hier wirklich mal recht (auch wenn wir das nie zugeben würden): Nichts macht eine Wohnung unordentlicher, als die Abwesenheit von – wait for it – Stauraum!  Ist dieser rar, räumst du deine Sachen eigentlich nur von einer Ecke des Zimmers in die andere und nichts ‘kommt weg’. 

Doch wie schafft man möglichst schnell und günstig Stauraum, sodass fast dein gesamter Krimskrams hinter einer Schranktüre verschwinden kann? Gut, dass du fragst:

  • Kauf dir ein paar Aufbewahrungskisten: Bei Depot gibt es eine Kategorie nur für ‘Aufbewahrung’. Vielleicht findest du sogar was Cooles im Vintage-Stil oder Korb-Design.
  • Hast du offene Units, kannst du eventuell ganz easy ein paar Fächer einbauen – so wie bei der Kallax-Unit von Ikea
  • Oder du investierst, falls die Finanzen stimmen und du genug Platz hast, in einen neuen Wohnzimmerschrank. Schau’ eventuell auch mal bei Ebay-Kleinanzeigen vorbei – es braucht zwar etwas Geduld und Zeit, alle mehr oder weniger fragwürdigen Objekte der Seite durchzugehen –, ist aber auf jeden Fall günstiger (und umweltfreundlicher!) als Sachen neu zu kaufen.

Wie deine Wohnung etwas Farbe bekennt

Wenn weder Weiß eine deiner Lieblingsfarben, noch die Weißen Wanderer deine GoT-Lieblingscharaktere sind, dann check’ hier unsere einfache Steps, um etwas Farbe in deine Wohnung einziehen zu lassen.

3. Wände streichen bzw. eine Akzentwand (pro Zimmer) schaffen.

Wie es eigentlich mittlerweile jeder mitbekommen haben sollte, ist es ‘out’, das gesamte Zimmer zu streichen. Voll im Trend sind hingegen sogenannte Akzentwände – also eine Wand im Zimmer zu wählen, der du einen neuen Look verpasst. 

Wenn du nicht so recht weißt, welche Wandfarbe du wählen solltest, gibt’s hier ein bisschen Input: Die Farbexperten von Dulux haben ‘Brave Ground’ (einen warmen Erdton) zur Trendfarbe des Jahres 2021 gewählt, der amerikanische Farbhersteller Benjamin Moor hingegen schwört auf ‘Agean Teal’ (einen erfrischenden Blau-Türkiston). Wenn beide nichts für dich sind, gibt es noch unendlich viele andere Möglichkeiten

Streichen und Renovieren sind übrigens coole Diy-Gruppenaktivitäten. Schnapp’ dir deine besten Buddies oder WG-Kolleg:innen, bestellt etwas Pizza und untermalt das Ganze mit eurer Lieblingsmusik. 

Mit Akzentwand Wohnung verschönern

Solltest du dich gerade gefragt haben, ob du die kleine Aufhübschung deiner Bude mit deinem:deiner Vermieter:in absprechen musst, können wir dich beruhigen. Laut dem Immowelt Ratgeber musst du das nicht – über kleinere Veränderungen darf der:die Mieter:in selbst entscheiden. Worst-comes-to-worst kann es natürlich passieren, dass du deine bunte Akzentwand vor dem Auszug wieder etwas „neutralisieren” musst. Aber wir denken, das ist es wert.

Pro-Tipp: Anstatt eine Akzentwand zu schaffen, geht natürlich auch eine Akzent-Tür, oder ein Akzent-Fensterrahmen… einfach in deiner Wunschfarbe lackieren.

4. Bilder oder Poster aufhängen.

Sich ‘Kunstwerke’ online zu bestellen, ist wohl die schnellste und einfachste Variante. Dort kannst du, zusätzlich zur Größe, auch schon Bilder mit Rahmen aussuchen, um das Ganze etwas fancier aussehen zu lassen, wie beispielsweise bei Artbox One. Kaufst du ungerahmte Prints, die du anschließend selbst rahmen lässt, ist das meistens teurer als die Prints selbst.

Oder wie wär’s mit einer stylischen Fotowand anstatt eines einfachen Bildes? Inspirationen gibt’s hier.

Mehr Lebendigkeit ins eigene Zuhause bringen

Es gibt nichts Ungemütlicheres, als die eigene Wohnung in kaltes Neonlicht à la Tatort zu tauchen, oder eine stylische, aber extrem kühle Möbelausstellung sein Zuhause zu nennen. Unsere Tipps, wie deine Wohnung lebendiger wird, in ein paar Sekunden.

5. Beleuchtung ändern.

Wenn du sie noch nicht hast, kauf dir Glühbirnen, die warmes Licht verbreiten – hier reichen die ganz normalen Birnen, die eine Farbtemperatur von circa 2.700 Kelvin haben. Lass’ auf jeden Fall die Finger von Glühbirnen, die ‘Tageslicht’ erzeugen. Die sind viel zu kalt und tragen nicht gerade zur gemütlichen Atmosphäre deiner Bude bei.

Noch ein Tipp zum Thema Beleuchtung: Kauf’ dir ein paar knuffige Stehlampen, eventuell mit Bambus– oder Holzdesign. 

6. Möbel umstellen.

Du musst jetzt keine hochtrabenden Interior-Design Regeln anwenden, und auch nicht so tun als würdest du Feng Shui verstehen (wir haben auch keinen blassen Schimmer, was es damit auf sich hat). Manchmal reicht es schon, einen neuen Platz für deine Couch zu finden, oder dein Bett in die andere Zimmerecke zu verfrachten. Das bringt eine neue Perspektive und eventuell ein ganz neues Raumgefühl – und bringt etwas frischen Wind in deinen Pandemie-Alltag.

Sukkulenten für eine schönere Wohnung

7. Zimmerpflanzen adoptieren.

Es ist allgemein bekannt, dass Zimmerpflanzen das Raumklima verbessern und zudem deine Wohnung verschönern. Hast du selbst keinen grünen Daumen, dann sollte dich das nicht davon abhalten, ein paar Pflanzen für deine Wohnung zu besorgen. Check’ gerne hier, welche Topfpflanzen wenig Fürsorge benötigen. Wie wär’s mit ein paar hübschen Sukkulenten?

Oder, wenn du dir’s gar nicht zutraust, kauf dir ein paar Trockenblumen oder Dekogras.

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Wir hoffen, du befindest dich mittlerweile schon auf halber Strecke ins nächste Ikea oder den nächstgelegenen Baumarkt, um die Wohnungsverschönerung in die Wege zu leiten. 

Und solltest du dein Hab und Gut noch nicht gegen Wasserschaden und Co. versichert haben, dann ist es eventuell jetzt an der Zeit. Zu guter Letzt noch unsere komplett objektive Empfehlung: die Hausratversicherung von Lemonade ;).

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