Unterversicherung

Bei einer Unterversicherung liegt die vereinbarte Versicherungssumme (der Betrag, den dein Versicherungsunternehmen im Schadensfall maximal übernimmt) unter dem Versicherungswert – dem tatsächlichen Wert der versicherten Gegenstände.

 

Was ist eine Unterversicherung?

Wenn du eine Hausratversicherung (oder Wohngebäudeversicherung) abschließt, legst du mit deinem Versicherungsunternehmen eine Versicherungssumme fest, die im Versicherungsvertrag angegeben wird. Das ist die Summe, die dein Versicherer bei einer Selbstbeteiligung von Null maximal im Schadensfall übernimmt. Wenn die Versicherungssumme, auch Deckungssumme genannt, nun niedriger ist als der Versicherungswert (der Wert deiner zu versichernden Sachen wie Möbel, TV etc.) spricht man von einer Unterversicherung. Doch was bedeutet das im Schadensfall? 

Stell dir mal folgendes Szenario vor: Ein Rohrbruch flutet deine Wohnung und dein gesamter Hausrat ist hinüber. Deine Versicherungssumme beträgt 30.000 € (ohne Selbstbeteiligung), deine Sachen sind aber eigentlich 50.000 € wert. Heißt: Deine Versicherungsgesellschaft übernimmt nur die Höhe der Versicherungssumme, die übrigen 20.000 € musst du aus eigener Tasche bezahlen. Das gilt übrigens auch für Teilschäden: Sollte nur ein Teil deiner Sachen beschädigt worden sein, zum Beispiel im Wert von 10.000 €, zahlt dein Versicherer auch hier nur anteilig.

Die Rechnung funktioniert so:

(Schadenssumme 10.000 € x Versicherungssumme 30.000 €) / Versicherungswert 50.000 € = Erstattungssumme 6.000 €

Dein Versicherer übernimmt in diesem Fall also lediglich 6.000 €, die restlichen 4.000 € musst du selbst bezahlen.

Wie kommt es zu einer Unterversicherung?

Besonders bei Hausratversicherungen kann das sehr schnell gehen. Deine kleine Küchenzeile hat ihren Dienst getan und du kaufst dir eine brandneue Küche mit allem, was das Hobbykoch-Herz begehrt. Der Wert deiner Sachen ist jetzt höher als bei Vertragsabschluss und sollte ein Schaden eintreten, bist du unterversichert. Stelle daher sicher, dass du deine Versicherung über die Erhöhung der Versicherungssumme informierst. Klar, dein monatlicher Beitrag aka deine Versicherungsprämie steigt dann zwar auch, auf der anderen Seite sind deine neuen Lieblinge safe.

Hier liegt auch schon Grund Nummer 2 für eine Unterversicherung: der Wunsch zu sparen. Eine geringere Versicherungssumme heißt im Umkehrschluss eine geringere Versicherungsprämie. Das mag dir zwar im Moment Geld einsparen, doch im Versicherungsfall kann das möglicherweise ganz schön kosten.

Grund Nummer 3 ist schlicht eine Fehleinschätzung. Entweder hast du den Wert deines Hausrats bei Vertragsabschluss zu gering bewertet oder du schätzt die Wahrscheinlichkeit eines Totalschadens als gering ein und versicherst deshalb nur einen Teil deines Hausrats.

So vermeidest du eine Unterversicherung

Es gibt mehrere Möglichkeiten, dem (Horror-)Szenario, das eine Unterversicherung mit sich bringen kann, zu entgehen.

1. Puffer einbauen

Mit den Jahren verändert sich womöglich auch dein Lifestyle. Von der Studenten-WG geht’s in die eigene Wohnung, die Klappcouch verwandelt sich in ein Queen-Size Bett und statt Netflix auf dem Laptop gibt’s den Serienmarathon auf dem neuen Smart-TV. Bei Abschluss deiner Versicherung kannst du den Wert deiner Habseligkeiten gleich höher angeben und dir damit einen angenehmen Puffer schaffen –so bist du auf der sicheren Seite.

2. Jährliche Anpassung

Ein Puffer kann eine gute Idee sein, doch ganz genau kann man die Zukunft ja nicht vorhersagen. Leider. Deshalb kannst du auch, solltest du ganz motiviert sein, einmal im Jahr eine Hausrat-Inventur durchführen und den Wert deiner Sachen anpassen. Damit ist dein Versicherungswert immer up-to-date.

3. Der Unterversicherungsverzicht

Der was?! Keine Sorge, wir erklären dir den Begriff in verständlichen Worten. Um das Risiko einer Unterversicherung zu vermeiden und dich gegen Totalschäden abzusichern, kannst du gegen eine Pauschale einen Unterversicherungsverzicht in deine Police mit aufnehmen. Wenn der Super-GAU dann wirklich eintritt, prüft dein Versicherer nicht, ob deine Sachen eventuell unterversichert sind, sondern übernimmt die gesamte Zahlung bis zur maximalen Versicherungssumme (bei einer Selbstbeteiligung von Null).

4. Ein anderes Berechnungsmodell

Anstatt den Wert deines Hausrats Gegenstand für Gegenstand einzuschätzen, was sich „Versicherungssummenmodell“ nennt (OMG), kannst du auch vom „Wohnflächenmodell“ Gebrauch machen. Hier wird die Wohnfläche deiner Wohnung in m² mit 650 € multipliziert (einer pauschalen Mindestversicherungssumme) und tada: Schon ist deine Versicherungssumme ermittelt. 

Beispiel:

Wohnfläche deiner Wohnung: 70 m² x 650 € = Versicherungssumme 45.500 €

Unterversicherung vs. Überversicherung

Bei einem „Unter“ gibt es für gewöhnlich auch ein „Über“.  So auch hier: die Überversicherung. Wie du vielleicht schon ahnst, handelt es sich hier um das genaue Gegenteil zur Unterversicherung – deine festgelegte Versicherungssumme ist höher als der tatsächliche Wert deiner zu versichernden Dinge.

Wie das passieren kann? Im Grunde genommen wie bei der Unterversicherung. Der Wert deines Hausrats ändert sich mit der Zeit (vielleicht bist du mittlerweile dem Minimalismus à la Marie Kondō verfallen und hast einiges aus dem Haus geworfen) oder du hast dich zu Beginn bereits verschätzt.

Für den Schadensfall blüht dir hier allerdings kein böses Erwachen, denn dein Versicherungsunternehmen zahlt den vollen Schaden bis zur Versicherungssumme und da diese höher ist als alle eventuellen Schäden, wirst du nichts aus eigener Tasche bezahlen müssen (jippi).

Einen Nachteil gibt es aber trotzdem: Dein Versicherungsbeitrag ist höher – und im Prinzip kriegst du nicht mehr dafür.

Deshalb lohnt es sich auch hier, den Wert deiner Habseligkeiten regelmäßig zu überprüfen und die Versicherungssumme in deiner Police anzupassen.

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