Vermögensschaden

Vermögensschäden stellen eine von drei möglichen Schadensarten dar. Bei einem Vermögensschaden hast du durch dein unachtsames Verhalten einem anderen einen finanziellen Schaden zugefügt. Wie genau das Ganze in der Praxis aussieht, erfährst du gleich.

Was ist ein Vermögensschaden?

Kurz gesagt: Du hast einen Vermögensschaden verursacht, wenn einem Dritten durch dein unachtsames Verhalten ein finanzieller Nachteil entsteht.

Zusammen mit Sach- und Personenschäden fallen diese Schäden in der Regel unter den Einzugsbereich der Haftpflichtversicherung. Doch was genau unterscheidet die drei Schadensarten voneinander?

Was ist der Unterschied zwischen Sach-, Personen- und Vermögensschäden?

Alles in allem kann man Schäden in die folgenden drei Gruppen unterteilen: 

  1. Sachschäden

Diese entstehen, wenn du aus Versehen einen Gegenstand, der jemand anderem gehört, beschädigst oder zerstörst. Passt du für einen Moment nicht auf und schüttest Kaffee über den Laptop deines Roomies, sodass dieser nicht mehr anspringt, dann nennt sich das Resultat Sachschaden. Dasselbe gilt, wenn du aus Tollpatschigkeit das Smartphone einer deiner Freund:innen fallenlässt und der Screen in tausend Teile zerspringt.

Für diese Schäden springt in der Regel deine Privathaftpflichtversicherung ein, solltest du eine haben. 

  1. Personenschäden 

Der Unterschied zwischen Sach- und Personenschäden ist das Objekt, das beschädigt wird. Wie du dir sicher denken kannst, sind Menschen zu Schaden gekommen/ verletzt worden, wenn von Personenschäden die Rede ist. Ein Beispiel: Wenn du die Haustür deines Mietshauses zuziehst und übersiehst, dass dein:e Nachbar:in noch eine Hand dazwischen hat und diese anschließend geprellt ist. Auch hier zieht dich die Privathaftpflicht aus der Misere.

Und nun zum eigentlichen Hauptteil des Eintrags:

  1. Vermögensschaden

Diese Schäden sind einen Tick komplexer. Ein Beispiel wäre, wenn du dein Fahrrad an das eines:einer anderen ankettest. Die gestrandete Person wollte damit zur Arbeit fahren und muss am Ende aufgrund von Zeitnot für ein unnötiges Taxi zum Office bezahlen. Bei ihm:ihr ist durch dein Verhalten ein finanzieller Schaden entstanden.

Aufgepasst: Es gibt Fälle, die so aussehen wie Vermögensschäden – da Geld involviert ist – jedoch im Endeffekt gar keine sind.  Diese fallen stattdessen in die Gruppe der Sachschäden. Ein Beispiel wäre, wenn du aus Versehen das Portemonnaie eines Kumpels verschlampt hast, oder die teuren Porzellanteller deiner Tante hast fallen lassen. 

Vermögensschäden fallen entweder in den Einzugsbereich der privaten Haftpflichtversicherung, oder der Berufshaftpflichtversicherung… Alternativ, falls dein Auto mit von der Partie war, der Kfz-Haftpflichtversicherung. Mehr Details dazu etwas später.

Und um die Materie noch etwas spannender zu gestalten: Es gibt zwei Arten von Vermögensschäden – einen echten und einen unechten. Häh? Keine Sorge, nach dem nächsten Absatz wirst du zum Pro.

Worin unterscheiden sich echte und unechte Vermögensschäden?

Echte, oder reine Vermögensschäden sind wie das Taxi-Beispiel, in dem du anderen ausschließlich einen finanziellen Schaden zufügst. Der Knackpunkt ist: Dies ist geschehen, ohne, dass es zuerst zu einer Verletzung anderer oder Beschädigung/ Zerstörung deren Sachen gekommen ist. Also ein Stand-Alone-Vermögensschaden.

Unechte Vermögensschäden, oder Vermögensfolgeschäden, dagegen ergeben sich als Folge eines Sach- oder Personenschadens. Du hast beispielsweise den Laptop deiner:deines Freelance Kolleg:in fallengelassen. Diese:r kann darauf folgend ein paar Tage lang nicht arbeiten und bekommt währenddessen logischerweise kein Gehalt. In diesem Fall handelt es sich beim kaputten Laptop um einen Sachschaden, bei den daraus resultierenden Lohneinbußen jedoch um einen finanziellen Schaden. Macht Sinn.

Welche Versicherung deckt Vermögensschäden ab?

Das kommt darauf an, in welchem Bereich der Schaden entstanden ist, also ob im privaten Leben, oder während deiner Arbeit. 

Privater Bereich:

Unechte Vermögensschäden, die du anderen als Privatperson zufügst, werden in der Regel automatisch von deiner Privathaftpflichtversicherung übernommen. Natürlich nur, wenn die Schäden aus Versehen, also unabsichtlich passiert sind.

Bei echten, separaten Vermögensschäden sieht es etwas anders aus – im privaten Bereich werden solche Fällen oftmals nicht von der Privathaftpflichtpolice abgedeckt. 

Lies also unbedingt mal in deine Police rein, damit du sicher sein kannst, was gedeckt ist und was nicht. Und was ist, wenn du noch gar keine Privathaftpflichtpolice hast? Dann ist es nun an der Zeit #Adulting. Wie du’s bestimmt aus eigener Erfahrung kennst, passieren Missgeschicke viel zu schnell und leider auch den Besten von uns.

Fun Fact: Du kannst dir die private Haftpflicht von Lemonade, die unter anderem echte und unechte Vermögensschäden mit abdeckt, schon ab 2 Euro im Monat holen.

Gut zu wissen: Auch mit deinem Auto kann es passieren, dass du anderen finanzielle Schäden zufügst. Beispielsweise, wenn du während eines Auffahrunfalls eine andere Person verletzt, sodass diese ein paar Wochen lang nicht arbeiten kann (wir hoffen natürlich, dass das niemals passieren wird!). Hier hält dir in der Regel die Kfz-Haftpflichtversicherung den Rücken frei und übernimmt den Schaden: in diesem Fall den Krankenhausaufenthalt und finanziellen Schaden durch Verdienstausfall.

Beruflicher Bereich:

Ok – es gibt bestimmt Berufe, bei denen echte Vermögensschäden öfters vorkommen, als in anderen Berufsgruppen. Dies gilt beispielsweise für Ärzt:innen, Anwält:innen oder Finanz- und Unternehmensberater:innen. Warum fragst du dich. 

Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Hat dir dein:e Finanzberater:in einen „schlechten” Rat gegeben, und du verlierst aufgrund der Fehlinvestition viel Geld, handelt es sich um einen Vermögensschäden. Dasselbe gilt, wenn ein:e Ärzt:in einen Behandlungsfehler begeht und der:die Patient:in dadurch wochenlang arbeitsunfähig wird, was signifikante Gehaltseinbußen mit sich bringt.

Hier kommt die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (OMG!) ins Spiel. Diese deckt echte Vermögensschäden an Dritten ab, die bei der Ausübung einer selbständigen beruflichen Tätigkeit entstehen. Die Vermögensschadenhaftpflicht macht in der Regel einen Teil der Berufshaftpflicht aus, welche für Personen in den genannten Berufsgruppen Pflicht ist.

Ein paar Tipps zum Schluss:

Check’ unbedingt die Höhe deiner Versicherungssumme (den Betrag, für den dein Versicherer im Schadensfall maximal aufkommt). Das Handelsblatt zeigt auf, dass die Privathaftpflichtdeckung Expert:innen zufolge bei mindestens 5 Mio. Euro liegen sollte. Außerdem setzen Versicherer in der Regel einen Höchstbetrag, den sie für gewisse Schadensfällen (in unserem Beispiel Vermögensschäden) maximal übernehmen. Dieser ist entweder auf einen Festbetrag oder einen bestimmte Prozentsatz der Gesamtversicherungssumme begrenzt. 

Last but not least, wenn du schon dabei bist: Überprüfe zudem in deinen Versicherungsbedingungen (aka Police), ob bei solchen Schadensereignissen eine bestimmte Selbstbeteiligung vorgesehen ist, also ob du einen Anteil der anfallenden Kosten aus eigener Tasche übernehmen musst.

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